Achtung Radsportler, aufgepasst. Die CDU Wilden hat zur Vervollständigung des Radwegenetzes in und um Wilden, einen Prüfantrag an die Gemeindeverwaltung gestellt, in Verbindung mit einer Querungshilfe an der Landstraße in Richtung Burbach.

Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW zum Ausbau des Radwegenetzes um und in Wilden sowie Installation einer Querungshilfe an der Burbacher Straße

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Schuppler,
sehr geehrte Mitglieder des Rates und der Ausschüsse,

in der Sitzung des Gemeinderates am 12.10.2017 haben wir erfahren, dass gemeindeweit ein Ausbau des Radwegenetzes geprüft wird.
Die CDU-Ortsunion Wilden bittet darum, auch den Ortsteil Wilden in diesem Konzept zu berücksichtigen.

Wir begrüßen es, dass zwischen Salchendorf und Wilden schon eine attraktive Radwegeverbindung in Planung ist, wie der Presse zu entnehmen war (SZ v. 18.05.2017).
Wir bitten die Gemeinde Wilnsdorf, sich dafür einzusetzen, dass dieses Radwegeprojekt zwischen Salchendorf und Wilden bald realisiert werden kann.

 

Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass es zwischen den Ortschaften Wilden und Wilnsdorf bisher keine durchgängig ausgebaute Radwegestrecke gibt. Fahrradfahrer sind darauf angewiesen, die Fahrbahn der L 722 (Autobahnzubringer) oder die Fahrbahn der L 723 (Burbacher Straße – Mainzer Straße) zu benutzen. Beide Straßen sind stark befahren, tausende von Kraftfahrzeugen nutzen täglich diese Strecken und eine Benutzung durch Fahrradfahrer ist mit großen Gefahren verbunden. Wir brauchen deswegen auf diesen Strecken eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer.

 

  1. Wir regen an, einen Radweg von Oberwilden Richtung Wilnsdorf auszubauen gemäß der als Anlagen beigefügten Fotomappe und Karte zur Radwegeführung - Strecke 1

    In Oberwilden gibt es keine Radwegetrasse abseits der L 723 Burbacher Straße Richtung Wilnsdorf. Die Radwegebeschilderung im Ortsbereich verweist Radfahrer auf die Benutzung der L723. Das ist viel zu gefährlich.
    Der Ausbau eines Radweges sollte bereits den Verlauf des „Gartenweges“ zwischen Köhlerweg und Burbacher Straße (L 723) umfassen (Fotos 2 - 7). Zwischen den Häusern Burbacher Straße 3 und 5 zweigt ein nicht asphaltierter Wirtschaftsweg von der Burbacher Straße ab (Fotos 8, 9). Er verläuft im Tal unterhalb der L 723 in Richtung Wilnsdorf (Fotos 10 - 15). Der Weg stößt vor der Autobahn wieder auf die L 723, und zwar ganz in der Nähe eines parallel zur A 45 verlaufenden asphaltierten Wirtschaftsweges (Foto 16).
    Der nicht ausgebaute Feldweg im Tal und am Hang aufwärts sollte als asphaltierter Radweg ausgebaut werden.
    Der unmittelbar hinter dem asphaltierten Wirtschaftsweg in Richtung Wilnsdorf entlang der
    L 723 verlaufende asphaltierte Gehweg (Fotos 16 -weißer Pfeil-, 18, 19) müsste vor und hinter der Unterführung der A45 als Geh- und Radweg ausgebaut werden. Der relativ kurze, schmale Gehweg im Bereich der Unterführung der A45 (Foto 17) sollte einer Radwegeführung nicht entgegenstehen. Eine Radwegenutzung ließe sich zunächst durch eine einschränkende Ausschilderung (z. B. Radfahrer absteigen / schieben - Hinweis auf Fußgänger) regeln, da ein für Fußgänger und Radfahrer adäquater Ausbau realistisch nur im Fall eines Neubaues des Brückenbauwerkes der A 45 umsetzbar ist. Ein solcher Neubau erscheint immerhin im Rahmen des angedachten 6-spurigen Ausbaus der A45 möglich zu sein. Die Gemeinde sollte das frühzeitig mit der zuständigen Straßenbaubehörde abklären und auf den Bedarf für Radfahrer hinweisen.

    So kann der Radverkehr von der L 723 verkehrssicher verlagert werden.

    Wir möchten auch auf eine besondere Gefahrenstelle aufmerksam machen:
    Bei Querung der L 723 Burbacher Straße (Foto 8) sind Radfahrer und Fußgänger stark gefährdet. Fahrzeuge fahren häufig mit überhöhter Geschwindigkeit von Wilnsdorf nach Wilden hinein und schneiden die Kurve auf Höhe der Gebäude Burbacher Straße 10 und 12. Entweder unmittelbar dort, wo der Feldweg Richtung Wilnsdorf von der Burbacher Straße abzweigt, oder etwa auf Höhe des Hauses Burbacher Straße 10 (ehemalige Gaststätte Dorfkrug) sollte eine Mittelinsel als Querungshilfe installiert werden.
    Eine solche Mittelinsel als Querungshilfe würde neben einer besseren Querung der L 723 für Fußgänger und Radfahrer auch noch einen verkehrsberuhigenden Effekt haben.
    Wenn für die Mittelinsel / Querungshilfe mehr Platz gebraucht würde, als direkt bei Einmündung des Feldweges Richtung Wilnsdorf zur Verfügung steht, könnte man dafür die Parzelle 219 (Grünfläche mit Gehweg) einbeziehen, umgestalten und die Fahrbahn leicht verschwenken.
    Wir regen daher weiter an, für Radfahrer und Fußgänger eine Querungshilfe an der Burbacher Straße anzulegen.

    Zwischen den Häusern Burbacher Straße 8 und 10 zweigt ein Stichweg von der Burbacher Straße ab. Vom Haus Burbacher Str. 12a bis zur Einmündung in den Köhlerweg zwischen den Häusern Köhlerweg 19 und 21 sollte der Feldweg mit einer Asphalt- oder Pflasterdecke als Rad- und Fußweg ausgebaut werden, um das innerörtliche Rad- und Fußwegenetz zu verbessern.
    Von dort kann die Straße Köhlerweg für den Radverkehr weiter in den Ort hinein genutzt werden.
    Wir regen an, den Feldweg („Gartenweg“) zwischen Köhlerweg und Burbacher Straße als Rad- und Fußweg auszubauen.


  2.  Wir regen an, den Wirtschaftsweg nördlich der L 722 (Autobahnzubringer) als Radweg auszubauen, gemäß der als Anlagen beigefügten Fotomappe und Karte zur Radwegeführung - Strecke 2.

    Am Fuße des Autobahnzubringers L 722 in Wilden zweigt nördlich ein Wirtschaftsweg ab (Fotos 1, 2). Dieser teilasphaltierte Wirtschaftsweg (Fotos 3 - 12) führt bis in den Bereich östlich des Industriegebietes Wilden-Nord. Um diese Strecke als Radweg herzurichten, müsste der teilweise geschotterte und teilweise auch aus altem brüchigem Asphalt bestehende Weg komplett mit einer Asphaltdecke versehen werden. Ein über den Weg querender Quellwasserverlauf (Foto 9) sollte mittels eines Rohres unter dem Weg her verlegt werden.

    Ab dem Bereich östlich des Industriegebietes Wilden-Nord erfährt der weitere Verlauf des Wirtschaftsweges eine Aufteilung sowohl in nördlicher, als auch in östlicher Richtung (Foto 13). Der in nördlicher Richtung verlaufende Wirtschaftsweg (Foto 13 - gelber Pfeil) hat eine Anbindung, die bis zum bzw. ins Industriegebiet Wilden-Nord führt.
    Der Radweg der Strecke 2 soll über den in östlicher Richtung verlaufenden asphaltierten Wirtschaftsweg führen, der zunächst über eine die L 722 (Autobahnzubringer) querende Brücke führt (Fotos 13, 14), parallel der A 45, bis zur Unterführung der A 45 an der L 723-Burbacher Straße Mainzer Straße- (Fotos 15 - 17).

    So kann der Radverkehr von der L 722 verkehrssicher verlagert werden.

    Die Radwegeführung entlang der L 723 im Bereich Unterführung der A45 (Fotos 18 - 21) ist, analog wie zu Strecke 1 bereits vorstehend ausgeführt, zu realisieren.


  3. Wir regen an, auf der Strecke vom Gewerbegebiet Landeskrone bis zum Abzweig Landeskroner Weiher eine Radwegeführung abseits der L 723 Wilden – Gilsbach herzurichten.

    Radfahrer, die von Wilden aus (Artur-Reichmann-Weg - Zur Johanneswiese) zum Landeskroner Weiher wollen, kommen über einen asphaltierten Wirtschaftsweg und stoßen in Höhe des Gewerbegebietes Landeskrone auf die L 723. Dort müssen sie auf ca. 370 m die L 723 benutzen, bevor sie nach Querung der L 723 auf den asphaltierten Wirtschaftsweg Richtung Landeskroner Weiher einbiegen können.
    Radfahrer, die vom Landeskroner Weiher kommen, fahren die gleiche Strecke auf der anderen Seite und queren im Bereich des Gewerbegebietes die L 723.
    Der Wirtschaftsweg in Wilden, der Bereich entlang der L723 und der Wirtschaftsweg zum Landeskroner Weiher ist als überörtlicher Radwanderweg ausgeschildert, ein Projekt der Regionale Südwestfalen, gefördert durch die Europäische Union und das Land NRW. In Wilden befindet sich der Knotenpunkt 31 (Fotos 2, 5 - 10).

    Uns ist bekannt, dass ein an den Kreis Siegen-Wittgenstein gerichteter Antrag eines Wildener Bürgers auf Anlage eines bergseitigen Radweges abgelehnt wurde, weil man für einen 2,50 m breiten, für Begegnungsverkehr geeigneten Radweg und eine zusätzliche Sicherheitszone von 1,75 m zur Fahrbahn der L 723 nicht über das erforderliche Gelände verfüge und die Strecke auch nicht in einem Bauprogramm enthalten sei. Man verwies auf die Prüfung der Beschilderung. Der Verweis auf eine Beschilderung ist für uns aber keine zufriedenstellende Lösung, es bedarf eines separaten Radweges.

    Ob wirklich so viel Platz notwendig ist, wie dem Bürger aus Wilden mitgeteilt wurde, sollte doch noch einmal geprüft werden, denn im Moment gibt es überhaupt keine Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger und wir haben leider ein Höchstmaß an Verkehrsgefährdung an einer freien Strecke außerhalb einer geschlossener Ortschaft. Dort wird trotz einer Geschwindigkeitsreduzierung (80 km/h) wesentlich schneller gefahren. Unseres Erachtens nach bietet auch eine zusätzlich zu einem separaten Radweg angelegte Sicherheitszone von 1,75 m an einer so stark und mit hoher Geschwindigkeit befahrenen Landstraße kaum mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Sicher wären sie nur, wenn zwischen Fahrbahn und Radweg eine Leitplanke verläuft. Derartige Leitplanken befinden sich schon heute an der Strecke im Bereich der Einmündung zum Landeskroner Weiher. Dies offensichtlich aber nur zum Schutz der Autofahrer, falls sie bei einem talseitigen Abkommen von der Straße einer erhöhten Gefahr wegen des dort abfallenden Geländes ausgesetzt wären. Die Belange von Radfahrern und Fußgängern müssen auch bei den Landstraßen und auch außerorts stärker in den Fokus rücken.

    Wenn für den Ausbau einer Radwegeverbindung mehr Platz benötigt wird als im öffentlichen Eigentum verfügbar ist, sollten ernsthafte Bemühungen unternommen werden, um den erforderlichen Grunderwerb zu erreichen. Das scheint uns hier nicht der Fall gewesen zu sein.
    Wir bitten in die Prüfung auch einzubeziehen, ob auf der Talseite entlang der L 723 ein Radweg angelegt werden kann, der auf niedrigerem Niveau an den Weg zum Landeskroner Weiher anschließt.

    Wir hoffen, dass so der Radverkehr auf der Strecke der L 723 in Richtung Landeskroner Weiher mehr Verkehrssicherheit bekommt.

    Wir bitten aus Gründen der Verkehrssicherheit und zur Förderung des Radverkehrs, auch unter dem Aspekt Klimaschutz, alle genannten Radwegeverbindungen und die Querung im Bereich der L 723 in Oberwilden in das Radwegekonzept der Gemeinde aufzunehmen.
    Wir bitten dazu alle Möglichkeiten der Planung, Realisierung und Finanzierung zu prüfen und notwendige Abstimmungen mit anderen Behörden so bald wie möglich einzuleiten.

 

Mit freundlichen Grüssen

Peter Draeger