29.07.2010

CDU-Fraktion besucht „Haus Heimat“

Sparpotentiale im gemeindlichen Haushalt auftun und gleichzeitig die über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur in den Orten nicht ausbluten zu lassen, das ist der Spagat, vor dem wir in den nächsten Jahren stehen, so Werner Kölsch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Gemeinde Wilnsdorf.
Eine Möglichkeit, wie man zu Einsparungen im Wilnsdorfer Gemeindehaushalt kommen kann, haben sich die Mitglieder der Fraktion dieser Tage am Beispiel des Rudersdorfer „Haus Heimat“ erklären lassen. Das vom Verein „Heimat e.V.“ getragene Traditionshaus mit seinen vielfältigen Nutzungen, in Eigenregie der Vereine aus dem Ort Rudersdorf errichtet, wird seit über 50 Jahren durch bürgerschaftliches Engagement unterhalten und betrieben.



Wie CDU-Chef Werner Kölsch erklärte, stehen bei der derzeitigen Finanzlage die Kosten für die von der Gemeinde getragenen Dorfgemeinschafts- oder Bürgerhäuser auf dem Prüfstand. Hierbei geht es vor allem um den Erhalt der Einrichtungen bei gleichzeitiger Kostensenkung für den Gemeindesäckel. Eine mögliche Lösung kann im positiven Beispiel des Hauses Heimat in Rudersdorf gesehen werden. Ehrenamtlich betrieben hat dort das „Hausmeisterkonzept“ gegriffen. Wie Jochen Brenner, gleichzeitig auch Ortsvorsteher, und Manfred Kringe vom Verein „Heimat e. V.“ berichteten, ist seit 1981 eine effiziente Bewirtschaftung installiert worden. Einnahmen aus Nutzungsgebühren aber auch Spenden haben in den vergangenen Jahren dazu beitragen können, das Haus in einem ordentlichen Zustand zu erhalten. Dies kommt der Dorfgemeinschaft zu Gute. Die Kontrolle der sich gegebenen Haussatzung vor und nach Veranstaltungen, wie auch alle anderen Herausforderungen mit dem Betrieb, obliegen der Vereinsführung. Da jeder Ort eine andere gewachsene Struktur und sein eigenes Vereinsleben hat, kann man das Betriebskonzept des Hauses Heimat nicht einfach auch bei den anderen Einrichtungen anwenden, es kann jedoch als positives Beispiel dienen. Hier wird man in naher Zukunft nach adäquaten Lösungen suchen müssen, so die einhellige Meinung der Fraktionsmitglieder, um die tatsächlichen Kosten der gemeindlichen Gebäude und Räume auffangen zu können. Es gilt, mit der Bürgerschaft in den einzelnen Orten ganz individuell eigene Konzepte zu finden, die den Erhalt dieser wichtige Infrastruktureinrichtung in allen Ortsteilen der Wielandgemeinde sichern können. Im Zuge der Haushaltsberatungen wird die CDU-Fraktion weiter Punkte bei der Bürgerschaft ansprechen, um gemeinsam dafür einzutreten, die Gemeinde in die Zukunft zu führen.
Die Menschen sind gerade in der schweren Zeit noch stärker einzubinden, so Werner Kölsch, und die Politik vor Ort muss sich noch näher an den Erfordernissen der Bürgerinnen und Bürger und den finanziellen Machbarkeiten orientieren.